Zuverdienst

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Der Förster aus dem Erdgeschoss ist seit vielen Jahren arbeitslos. Um sein Arbeitslosengeld aufzubessern, hat er vor kurzem mit der Stadtverwaltung ausgehandelt, dass er im Park neben unserer Wohnanlage Kaninchen schießen darf. Der Stadtverwaltung kommt das sehr gelegen, denn die Kaninchen haben sich in den letzten Jahren rasant vermehrt und fressen die Grünflächen und Blumenbeete kahl. Außerdem verlangt mein Nachbar kein Geld für seine Dienste. Stattdessen verkauft er das Fleisch der Kaninchen auf dem hiesigen Wochenmarkt, ebenso wie Mützen und Pantoffeln, die er aus den Fellen der Tiere näht. Ihm tut die neue Aufgabe sichtlich gut. Er trägt jetzt wieder mit Stolz seine waldgrüne Kluft und grüßt immer sehr höflich, wenn man ihm im Treppenhaus oder auf der Straße begegnet.